Digitalisierung: Digital, aber sozial

Die Digitalisierung ist in aller Munde, doch ist sie für viele Bürger*innen immer noch Neuland. Wir befinden uns inmitten einer digitalen Transformation, die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche. Gerade das Homeschooling im Zuge der Pandemie hat gezeigt, wie schlecht es in vielen Familien um die Ausstattung mit digitalen Geräten steht. Zugriff auf das Internet ist in der heutigen Zeit ein Recht, kein Privileg!

Die nicht-kommerzielle Nutzung der Stadt als digitaler Raum muss Vorrang haben. Die Stadt ist keine Geldanlage, sondern der Ort, an dem die Menschen leben. Während die großen Tech-Konzerne Quellcodes und gesammelte Daten nicht teilen, sondern kommerziell nutzen, wollen wir eine Infrastruktur der Informationen mit offenen Standards, Open-Source-Software, OpenStack und Interoperabilität fördern und sichern.

Wir setzen uns ein für:

  • Ein Digitalisierungsausschuss im Kreistag, der die Politik begleitet, muss eingesetzt werden.
  • Bei Straßenerneuerungen und Neubauten werden durch die Kommunen verpflichtend Glasfaserkabel verlegt.
  • Bei Neuausschreibungen/-anschaffungen von Software in der Verwaltung müssen Open-Source-Software-Produkte Vorrang haben, um die Unabhängigkeit von digitalen Tech-Konzernen zu gewährleisten.
  • Schulen werden an Breitbandnetze angeschlossen und müssen mit ausreichend digitalen Endgeräten ausgestattet werden. Alle Schulen müssen gewährleisten können, dass jedes Kind Zugriff auf ein eigenes digitales Endgerät (PC oder Tablet) hat.
  • Allen Bürger*innen muss der digitale Einstieg erleichtert sowie die Weiterbildung garantiert werden, etwa durch kostenfreie Weiterbildungsangebote für digitale Einsteiger*innen
  • umfassenden Datenschutz und Datenhoheit für alle Bürger*innen über ihre Daten; der kommunale Datenreichtum gehört nicht den Konzernen, sondern der Allgemeinheit